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Gesellschaft (Geografie, Geschichte, PGW)

An der Heinrich-Hertz-Schule (HHS) findet der gesellschaftswissenschaftliche Unterricht in Jahrgang 5 und 6 im Fach „Gesellschaft“ statt, das in den Stadtteilschulklassen in Jahrgang 7 bis 10 fortgeführt wird. Für die gymnasialen Klassen teilt sich das Fach Gesellschaft ab Jahrgang 7 in die Fächer Geografie, Geschichte und PGW (Politik – Gesellschaft – Wirtschaft), die sich so auch in der Oberstufe finden.

Der Unterricht in diesen Fächern orientiert sich an der HHS stark an unserem Leitbild „Bildung und Erziehung für eine Kultur des Friedens“. Schließlich ist gerade der gesellschaftswissenschaftliche Unterricht ein Ort, um „unsere Schülerinnen und Schüler zu weltoffenen, politisch bewussten und mündigen jungen Menschen mit Gestaltungskompetenz zu erziehen, die bereit sind, sich für Demokratie und für zukunftsfähige Antworten auf soziale, ökonomische und ökologische Herausforderungen zu engagieren“. Grundsätzlich gilt demgemäß, dass sich der Unterricht daran orientiert, den Schülerinnen und Schülern das selbstständige und kooperative Lösen von Problemen sowie das eigenständige und nachvollziehbare Beurteilen von Aussagen, Verhaltensweisen und Problemlagen zu ermöglichen.

Hinsichtlich geschichtlicher Aspekte stehen nicht nur die Ereignisse in Antike, Mittelalter und Neuzeit im Vordergrund, sondern immer die Fragen danach, wie und warum das Heute aus dieser Vergangenheit entstanden ist und wie wir die Gegenwart und Zukunft gestalten wollen. Es geht also darum, ein Bewusstsein für die Geschichtlichkeit der Welt zu schaffen, Orientierung in der Geschichte ebenso zu ermöglichen wie die begründete Urteilsbildung. Hierbei ist es uns wichtig, die HHS selbst als Ort mit Geschichte erfahrbar zu machen sowie die Augen zu öffnen für die Spuren der Vergangenheit in Winterhude, Barmbek und Hamburg insgesamt. Neben einer entsprechenden Auswahl von Themen und Materialien gehört hierzu für uns auch der Besuch außerschulischer Lernorte – seien es Museen, Denkmäler oder die KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Martin Meins

Zeitzeugen in Jahrgang 9

18.06.2026 Im Rahmen unseres Geschichtsunterrichts hatten wir am 29.05.2026 die Möglichkeit mit vier Zeitzeugen der Zeitzeugengruppe Hamburg (Seniorenbüro Hamburg e. v.), die die Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges erlebt haben, ein Interview zu führen. Schon vorher hatten wir spannende Fragen vorbereitet, welche wir in der gemeinsamen Stunde mit den Zeitzeugen stellen konnten. Da die Zeitzeugen erst gegen Ende des Krieges oder kurz danach geboren wurden, standen in diesem Gespräch vor allem ihre Erfahrungen aus der Nachkriegszeit im Mittelpunkt. Dies war aber keineswegs ein Problem, da uns auch diese Informationen einen spannenden Einblick verschaffen konnten. Insgesamt war dieses Gespräch eine wertvolle Erfahrung, welche wir auf jeden Fall weiterempfehlen würden, damit die Erinnerungen und Erfahrungen dieser Generation bewahrt und geehrt werden können. Weitere Informationen zur Zeitzeugengruppe erhält man hier: https://www.seniorenbuero-hamburg.de/zeitzeugenboerse-hamburg/ [mehr..]

Großer Erfolg: 2. Platz beim bundesweiten Geschichtswettbewerb!

11.11.2025 Wir gratulieren der ehemaligen Klasse 10e der Heinrich-Hertz-Schule zu einem großartigen Erfolg: Beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten erreichte die Klasse einen 2. Platz auf Bundesebene. Sie gehört damit zu den 20 besten Beiträgen von 2300 Beiträgen bundesweit (5 erste und 15 zweite Plätze). Besonders bemerkenswert finden wir, dass unter diesen ausgezeichneten Arbeiten sonst alle prämierten ersten und zweiten Plätze von Schüler:innen und Klassen aus Gymnasien stammen. Wir sind deshalb besonders stolz, dass eine Klasse unserer Heinrich-Hertz-Schule sich mit einem Projekt aus dem Projektunterricht durchsetzen konnte! Worum ging es im Projekt? Die Klasse setzte sich dem Musiker und Lyriker Wolf Biermann auseinander, der als Jugendlicher 1953 freiwillig aus Hamburg in die DDR auswanderte und damit auch die Heinrich-Hertz-Schule vor dem Abschluss verließ. Die Jugendlichen erforschten, was Biermann zu diesem Schritt bewegte - die Fünf in Mathe, familiäre Gründe oder doch die Unzufriedenheit mit dem politischen System in Westdeutschland? Die Klasse setzte als "Kreative Köpfe"-Profil ihre Ergebnisse in einem eigenständig entwickelten Theaterstück um. Die Grundlage hier bildeten intensive Recherchen in Büchern, digitalen Zeitzeugenarchiven sowie Interviews mit Zeitzeug:innen. Einen Teil davon präsentierten die Schüler:innen zusätzlich in einem passenden Programmheft. Wir sind stolz auf dieses Engagement, die gründliche historische Arbeit und die kreative Umsetzung – und freuen uns riesig über diesen bundesweiten Erfolg! (Foto von Claudia Höhne) [mehr..]


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