07.09.2017 „Gute Idee, für die Tage wegzufahren!“ Dass wir auf diese Weise dem G20-Ausnahmezustand in Hamburg entkommen konnten, erwies sich im Nachhinein als eine glückliche Fügung (und war bei der Organisation der Fahrt an sich gar nicht mitbedacht worden). Unsere Exkursion – finanziell unterstützt von der Warburg-Melchior-Olearius-Stiftung – führte uns zuerst an den Niederrhein nach Xanten, wo wir nach unserer Ankunft bei bestem Wetter die Gelegenheit hatten, in die neben der Jugendherberge gelegene „Xantener Südsee“ (Badesee) zu hüpfen. Der folgende Tag im Archäologischen Park war mit einem umfangreichen Rundgang über das Gelände, dem Besuch im Museum und dem Ausprobieren unseres eigenen handwerklichen Geschicks beim Herstellen von Schmuckstücken gut gefüllt. Abends wurden dann nach dem ausgiebigen Grillen nicht nur die Tischtennisplatte sondern auch das Beachvolleyballfeld bis zum Einbruch der Dunkelheit fleißig genutzt. Mit der Bahn fuhren wir am nächsten Tag nach Bonn weiter. Im Akademischen Kunstmuseum hatten wir die Möglichkeit, jede Menge über antike Skulpturen und Vasenmalerei zu lernen. Die brütende Hitze an diesem Tag reduzierte jedoch das Konzentrationsvermögen deutlich. Im Rheinischen Landesmuseum gab es nicht nur interessante Funde aus der Römerzeit, sondern auch originale Skelette von Neandertalern zu bewundern. Das antike Köln erschlossen wir uns zuerst unterirdisch beim Statthalterpalast (Prätorium), erkundeten ein Stück der römischen Abwasserleitung und kehrten zum Besuch des Doms (UNESCO-Weltkulturerbe) wieder auf die Oberfläche zurück. Am letzten Tag stand noch das Römisch-Germanische Museum mit seinem Dionysos-Mosaik auf dem Programm, ehe wir vom benachbarten Hauptbahnhof aus die Heimreise antraten. In Hamburg waren die Chaostage mittlerweile vorbei – perfektes Timing für unsere Rückkehr.
Peter Probst
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